Ist die nachfolgende Unternehmergeneration fähig, die Firma erfolgreich in die Zukunft zu führen? Eine objektive Antwort auf diese Frage ist zentral, damit eine Nachfolgelösung auch nachhaltig sein kann. Insbesondere, wenn die Firma innerhalb der Familie weitergegeben wird, ist es wichtig, immer auch die unternehmerischen Fähigkeiten zu prüfen bei der Person, die nachrückt. Dieselben Fragen stellen sich übrigens auch im Bezug auf die Firma: hat das Unternehmen am Markt auch in Zukunft eine Daseinsberechtigung (Nachfolgefähigkeit)? Und: wie gut ist die Firma intern aufgestellt, um auch mal ohne die Chefin zu funktionieren (Nachfolgewürdigkeit)?
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer investieren oft ihr gesamtes Vermögen in ihr Unternehmen und sehen das Unternehmen als fixen Bestandteil der persönlichen Altersvorsorge. Doch was, wenn das Unternehmen nicht verkauft werden kann? Oder nicht zu dem Preis, den man sich vorgestellt hatte oder den man benötigt, um sich finanziell abzusichern? Die Themen Vorsorge und Sicherheit sind auch im Hinblick auf den Nachfolgeprozess höchst relevant. Wer sich frühzeitig und umsichtig damit auseinandersetzt, verschafft sich eine gute Ausgangslage, sowohl für sich persönlich wie auch für das Unternehmen, das irgendwann von der nächsten Generation geführt wird.
Veränderung bedeutet Emotion. In ihrer Ausprägung und Intensität können sich Emotionen unterscheiden, aber ohne geht es nicht. Selbst wenn sich der oder die Unternehmer:in den Fortbestand der Firma wünscht, sich das rational vorstellen kann und den oder die Wunschnachfolger:in gefunden hat, selbst dann, erlebt ein Unternehmer Momente, die so voller (zuweilen unerwarteter) Emotionen sind, dass es einem durchschütteln kann. Solche Momente stellen sowohl für Betroffene wie auch für Beteiligte eine grosse Herausforderung dar. Prozessbegleiter und Coaches, die sich mit dem Thema auskennen, können in solchen Momenten eine wertvolle Unterstützung sein.